Trauma

Was ist ein Trauma?

Ein Trauma kann als eine tiefe seelische Verletzung verstanden werden, die durch ein traumatisierendes Erlebnis verursacht wird. Beispiele dafür sind schwere Unfälle, Erkrankungen, Naturkatastrophen, Verlust- und Vernachlässigungserfahrungen, aber auch Erfahrungen sexueller, psychischer oder körperlicher Gewalt. Häufig handelt es sich bei Traumata um solch einschneidende und schwerwiegende Ereignisse, dass sie von den Betroffenen als Wendepunkte im Leben und als besonders belastend wahrgenommen werden.

Wie schwer ein Trauma wahrgenommen wird, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem vom Alter und von der Persönlichkeit des Betroffenen ab. Beispielsweise erleben Kinder und Jugendliche traumatische Ereignisse als deutlich intensiver, da sie im Vergleich zu Erwachsenen verletzlicher sind und die Zusammenhänge noch nicht vollständig erfassen können. Weitere Einflussfaktoren auf die Schwere des Traumas können sein:

  • eine direkte oder indirekte Involviertheit in das Ereignis
  • die Häufigkeit und die Dauer des Ereignisses
  • die Entstehung von körperlichen oder geistigen Schäden durch das Ereignis
  • die persönliche Fähigkeit zur Konfliktbewältigung
  • die soziale Situation und die Einbindung in das soziale Umfeld

Symptome eines psychischen Traumas

Als psychische Reaktion auf ein nicht verarbeitetes Trauma kann eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) auftreten. Typisch hierfür sind vor allem die Symptome des Wiedererlebens des traumatisierenden Ereignisses, die sogenannten Flashbacks. In Form von Erinnerungen, Tagträumen oder nächtlichen Angstträumen durchleben die Betroffenen das Ereignis und alle damit verbundenen Emotionen noch Jahre oder Jahrzehnte danach. Als Auslöser für die Flashbacks reichen oftmals Kleinigkeiten aus, wie zum Beispiel ein Geräusch, ein Wort oder ein Gegenstand.
Weitere Symptome einer PTBS sind Depressionen, Albträume, psychosomatische Beschwerden, Panikattacken oder Todesängste. Einen besonders schwerwiegenden Verlauf nehmen die Symptome bei Traumata, die über einen längeren Zeitraum andauerten oder als existenzbedrohend empfunden wurden.

Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern

Kinder und Jugendliche nehmen Gewalt in der Familie, Kriegserfahrungen, Naturkatastrophen und Unfälle als besonders belastende Erlebnisse wahr. Wichtig zu wissen ist, dass ein Trauma bereits im Mutterleib erlebt werden kann, beispielsweise durch Abtreibungsversuche oder Komplikationen bei der Geburt. Auch frühkindliche Erfahrungen wie Schütteltrauma, Stürze oder Gewaltanwendungen können zu späteren posttraumatischen Belastungsstörungen führen. Flashbacks, Gefühllosigkeit, Entfremdung, Desinteresse am sozialen Umfeld oder auch Reizbarkeit in Verbindung mit einem erhöhten Aggressionspotenzial sind die Folge, unter denen nicht nur die Kinder und Jugendlichen selbst, sondern auch ihr gesamtes Umfeld, Freunde und Familie leiden.

Trauma auflösen mit Hypnose

In jedem Fall beeinflussen Traumata und infolge derer posttraumatische Belastungsstörungen die Lebensqualität der Betroffenen und nicht selten auch das Leben der Angehörigen in hohem Maße und bedürfen einer psychotherapeutischen Behandlung.

Eine Hypnosetherapie bietet die Möglichkeit einer effektiven und nachhaltigen Behandlung von Traumata und posttraumatischen Belastungsstörungen – auch dann, wenn die traumatischen Ereignisse weit in die Vergangenheit zurückreichen. Während der Hypnosesitzung führt der Therapeut den Klienten auf besonders sanfte Weise zum Ursprungsereignis zurück und leitet ihn an, die damit in Verbindung stehenden Emotionen aufzuarbeiten und letztendlich nachhaltig aufzulösen.

Bei Traumata, über die der Klient nicht sprechen möchte, oder bei posttraumatischen Belastungsstörungen, deren Ursache der Klient selbst nicht kennt, bietet sich das Simpson Protocol als Hypnose ohne Worte an. Die Arbeit mit dem Simpson Protocol findet in einer sehr tiefen Trance statt, in die das Bewusstsein nicht mehr eingreifen kann. Indem der Therapeut im Stillen mit dem Unterbewusstsein des Klienten kommuniziert, können Traumata auf behutsame Weise vollständig und nachhaltig aufgelöst werden, ohne dass Therapeut und Klient über das Problem sprechen.