Trauerbewältigung

Hypnose zur Trauerbewältigung – Schmerz lindern und Abschied nehmen

Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Durch den Verlust eines geliebten Menschen können die Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen verlieren. Fassungslos und hilflos bleiben die Trauernden zurück und die Erde scheint aufzuhören sich zu drehen. Vielen Trauernden fällt es schwer, nach dem Tod eines nahestehenden Menschen wieder in ihren normalen Alltag zurückzufinden, sie erleben die Phase der Trauer als besonders schmerzvoll und langwierig.

Die Hypnosetherapie weist den Betroffenen einen sanften und behutsamen Weg durch die Trauer. Sie hilft beim Abschied nehmen, beim Loslassen und beim Verarbeiten des Verlustes. In Hypnose bekommt der Klient die Chance, dem Verstorbenen all die Dinge zu sagen, die er ihm nicht mehr persönlich sagen konnte. Der Therapeut führt den Klienten durch einen kraftvollen Vergebungsprozess, der den Trauernden dabei unterstützt, mit dem Geschehenen Frieden zu schließen, neuen Lebensmut zu schöpfen, zurück zu innerer Kraft und vor allem zurück ins Vertrauen zu finden.

Doch nicht nur zur Trauerbewältigung von Angehörigen, sondern auch bei der Sterbebegleitung ist die Hypnose ein Weg, den Betroffenen die Angst vor dem eigenen Tod zu nehmen und den Sterbeprozess zu erleichtern. Denn anstatt den Schmerz zu unterdrücken und wegzuschauen, hilft Hypnose dabei, das Schweigen zu brechen und Zugang zu den eigenen Emotionen zu finden.

Die Phasen der Trauer

Der Prozess des Abschiednehmens von einem geliebten Menschen verläuft in verschiedenen Phasen – vom Leugnen bis hin zur Neuausrichtung.

  1. Betäubungsphase
    In dieser Trauerphase leugnet der Trauernde oder der Sterbende den Tod. Kranke neigen in dieser Phase dazu, Diagnosen anzuzweifeln. Hinterbliebene wollen den Verlust des geliebten Menschen nicht wahrhaben. Gefühllosigkeit stellt sich ein, jedoch immer wieder unterbrochen von intensiven Emotionen. Mit Geschäftigkeit und der Erledigung von scheinbar wichtigen Aufgaben lenken sich die Betroffenen von der Trauer ab.
  2. Schmerzphase
Die Schmerzphase ist geprägt von aufwühlenden Emotionen, vor allem von Gefühlen der Angst und Hilflosigkeit. Aber auch Schuldgefühle und Wut treten in dieser Phase häufig auf – Wut auf den Verstorbenen, warum er gegangen ist, oder Wut auf die eigene Person, sich nicht mehr Zeit für den Verstorbenen genommen zu haben. An diesem Punkt kann Hypnose helfen, den Schmerz anzunehmen, zu verarbeiten und Vergebungsarbeit für den Verstorbenen und sich selbst zu leisten.
  3. Trennungsphase
    Während der Trennungsphase kommt das Fehlen des Verstorbenen im Alltag mehr und mehr ins Bewusstsein. Mit Erinnerungen an die verstorbene Person gehen Trauernde ganz unterschiedlich um. Die einen nehmen beispielsweise Gewohnheiten des Verstorbenen an oder erledigen Dinge, die sonst der Verstorbene getan hat. Andere entscheiden sich bewusst dafür, ihr Leben selbstbestimmt weiterzuleben. Auch in dieser Phase ist die Hypnosetherapie eine wertvolle Hilfe. In tiefer Trance hat der Klient die Möglichkeit, freie Entscheidungen zu treffen und die Trennung ganz für sich allein, ohne Einflüsse aus dem Außen zu verarbeiten.
  4. Neuorganisation
    In dieser Phase richten die Betroffenen ihren Blick in die Zukunft und widmen sich der Neuorganisation ihres Lebens. Natürlich wird es auch nach dieser Phase immer wieder Momente des Schmerzes und des Vermissens geben, der Fokus liegt aber auf der Neuausrichtung.

Der gesamte Trauerprozess dauert in der Regel ungefähr sechs Monate bis ein Jahr. Länger andauernde Trauerphasen werden als „pathologische Trauer“ bezeichnet.

Was ist pathologische Trauer?

Von pathologischer Trauer spricht man dann, wenn der Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen länger als ein Jahr andauert und die Phase der Neuorganisation nicht erreicht wird. Negative Emotionen, besonders Wut und Schuldgefühle, aber auch aggressive Verhaltensweisen dominieren das Leben der Trauernden. Es besteht die Gefahr, dass die Betroffenen in eine Depression fallen. Häufig ist das Sozialverhalten beeinträchtigt, in besonders schwerwiegenden Verläufen besteht sogar Selbstmordgefahr. Spätestens jetzt sollte psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Während jeder der oben genannten Trauerphasen sowie bei pathologischer Trauer ist die Hypnosetherapie eine wertvolle Stütze, um den Weg aus der Trauer zu finden, den Schmerz zu verarbeiten und zu neuem Lebensmut zurückzufinden.